
Paradoxon der doppelten Unendlichkeit
In dieser Publikation geht's um eine Serie, die sich mit dem Paradoxon der doppelten Unendlichkeit beschäftigt. "2infinite" ist weniger eine abgeschlossene Arbeit, sondern eher ein offenes System. Es ist wie ein visuelles Denken in Reihen, Wiederholungen und fotografischen Typologien. Ich will einen Raum schaffen, in dem wir über den fotografischen Blick im Zeitalter von KI-generierten Bildern nachdenken können.
„2infinite“ ist damit auch eine Reflexion über den Zustand der Bilder selbst. In einer Gegenwart, in der visuelle Welten zunehmend unabhängig von physischer Realität entstehen, stellt sich die Frage nach dem fotografischen Blick neu. Ist er noch an die Welt gebunden, oder hat er sich in ein Feld von Möglichkeiten aufgelöst, in dem jedes Bild gleichermaßen wahrscheinlich ist?
Meine Fotoserie ist von der Ästhetik der Unschärfe bei Hiroshi Sugimoto inspiriert, weil sie Fotografie nicht als reine Abbildung, sondern als Verdichtung von Wahrnehmung begreift. Durch gezielte Unschärfe löse ich Konturen auf und verschiebe den Fokus vom Gegenstand hin zur Erfahrung des Sehens.












